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Vergleich von 360 Rundgang, Virtueller (3D) Rundgang, Virtuelle Tour, 360 Tour und Panoramafotografie oder Panorama Tour - alles das Selbe?

Vorweg möchten direkt die Frage in der Überschrift beantworten, die ganz klar JEIN lautet… Zum einen stimmt es uns durchaus positiv dass das Bewusstsein für 360 Marketingmethoden immer größer wird und viele Unternehmen den Nutzen davon erkennen. Zum anderen herrscht natürlich viel Verwirrung und oft ist nicht klar was man bei einem Anbieter der einen 360 Rundgang verkauft tatsächlich bekommt. Wir bringen Licht ins Dunkel und gehen auf die unterschiedlichen Begriffe aus der 360-Grad Branche ein. Aufgrund der Vielzahl der Anbieter derartiger Dienstleistungen aus dem Bereich der Virtuellen Touren die in den letzten Jahren entstanden sind, ist es notwendig einige Begriff aus der Branche näher zu erläutern. Am Ende dieses Blog Artikels sollte jedem klar sein was ein 360 Rundgang, ein virtueller Rundgang, eine Virtuelle Tour, eine 360 Tour und Panoramafotografie ist. 

Die Basis von 360 Rundgängen & Virtuellen Touren

Eines der Probleme der 360° Branche ist, dass die Begriffe generell nicht klar voneinander abgegrenzt sind. Daher hat man als Ersteller von Virtuellen Rundgängen grundsätzlich auch die Freiheit wie man seine Dienstleistungen bezeichnen möchte. Eines können wir also vorweg nehmen: ganz klar trennen lassen sich die Begriffe aus dem Titel dieses Artikels daher auch nicht. Denn egal ob 360 Rundgang, Virtueller (3D) Rundgang, Virtuelle Tour oder Panorama Tour – alles haben sie eines gemeinsam: Die Grundlage ist überall 360° Fotografie. Mit einer Kamera die fähig ist 360 Grad Fotos zu machen werden 360° Einzelaufnahmen gemacht und am Ende mittels geeigneter Software zu einem begehbaren Rundgang zusammengefügt. Ziel ist es, die 360 Tour so realistisch wie möglich für den Betrachter aussehen zu lassen. Vor allem das Raumgefühl spielt eine große Rolle. Und genau dabei trennt sich die Spreu vom Weizen wenn es um Anbieter, Software und Art des 360 Rundgangs geht. 

Panoramafotografie als technische Grundlage aller 360 Rundgänge, 3D Rundgänge, Panorama Touren & 360 Touren

Die meisten Leser haben sicher schon einmal ein 360° Foto betrachtet. Das Erstaunliche dabei ist dass man einen vollständigen Rundum Blick von seiner Umgebung hat. Für Hobbyfotografen die ein schönes 360 Grad Bild für Facebook machen möchten, reicht oft schon ein Smartphone mit entsprechender App aus. Zum Beispiel kann man mit einem iPhone oder Samsung und Google Street View App, 360° Fotos erstellen und direkt über die Street View App bei Google hochladen. Das nachfolgende Beispiel zeigt ein 360 Foto, dass mit einem Samsung Galaxy S9 gemacht und mit der Google Street View App veröffentlicht wurde. Die Bildqualität ist ganz sauber weil man von der guten Kamera des Smartphones profitiert. Allerdings ist das sogenannte „Stitching“ nicht optimal. Beim Stitching werden die geschossenen Einzelaufnahmen bzw. Kugelpanoramen zu einer Panoramaansicht zusammengefügt. Bei nicht professionellen Softwares sind oft die Stellen sichtbar an denen die Bilder zusammengefügt wurden. Will man professionelle 360° Fotografie bzw. 360 Rundgänge als Service anbieten, ist ein herkömmliches Smartphone keinesfalls ausreichend und wirkt zudem höchst unprofessionell. 


360° Panorama am Little Adams Peak mit Sicht auf Ella Rock in Sri Lanka: gemacht mit einem Samsung Galaxy S9 in Verbindung mit der Google Street View App

Die nächste Stufe: Einzelpanoramas zu einem "Rundgang" verbinden & Google Street View Touren

Nachdem geklärt ist, dass Kugelpanoramen als Teil der 360° Fotografie die Basis eines jeden 360 Rundgangs bilden, gehen wir nun einen Schritt weiter. Und zwar geht es jetzt darum wie man aus 360 Grad Einzelbildern eine vollständige Tour erhält. Auch dazu gibt zahlreiche Anbieter die derartige Rundgänge verkaufen. Aber Vorsicht: Es besteht zwar die Möglichkeit einer Rundumsicht, allerdings sind Panorama Touren noch lange keine vollständig begehbaren, virtuellen 3D Rundgänge, die wir im nächsten Abschnitt besprechen. Eine Panorama Tour wird aufgrund der niedrigeren Kosten gerne in der Immobilienbranche eingesetzt. Man erstellt dabei Einzelpanoramas von den Räumlichkeiten und verbindet diese mit einer Software zu einer Art Tour. Der Nachteil dabei ist ganz klar, dass man sich nicht frei im Raum bewegen kann, sondern immer nur von Bild zu Bild springt. Aus Kostengründen wird oft auch nur ein Foto pro Raum gemacht, wodurch man sogar nur von Raum zu Raum springt ohne ein Gefühl zu bekommen tatsächlich vor Ort zu sein. Je nach Software gibt es dann auch noch unterschiedliche Ladezeiten, die das virtuelle Erlebnis massiv einschränken. Eine Google Street View Tour ist definitiv die bessere Alternative solange man ausreichend Panoramas macht.


Besser als Einzelpanoramas, aber noch kein 3D Rundgang: der klassische Google Street View Rundgang

Der Virtuelle 3D Rundgang als Königsklasse unter allen 360 Touren

Die meisten Möglichkeiten und ein realistischstes Abbild von Räumlichkeiten bekommt man durch sogenannte virtuelle 3D Rundgänge. Zur Anfertigung gibt es ein paar Kameras, mit denen sich in Kombination mit einer Software ein immersives Erlebnis erstellen lässt. Der Ferrari unter den Kameras ist zweifelsohne die 3D Infrarot Kamera vom amerikanischen Hersteller Matterport, die auch wir zur Erstellung von atemberaubenden Rundgängen verwenden. Die Kamera ermittelt mit eingebauten Infrarot Sensoren die Tiefendaten eines Raumes, wodurch man ein vollständiges 3D-Objekt erhält. Im Grunde macht die Kamera nichts anderes als Einzelpanoramas und fügt diese gemeinsam mit den aufgezeichneten 3D Tiefendaten zu einem begehbaren Rundgang zusammen. Man hat auch die Möglichkeit 3D Rohdateien in Programmen wie AutoCAD, ArchiCAD, Revit uvm. weiter zu verarbeiten, was vor allem für technische Zeichner, Architekten und Immobilienrundgänge interessant ist. Die Kamera bewegt sich in einer höheren Preisklasse von etwa € 6.000 inkl. Software Jahreslizenz und Cloud Speicher. Zudem benötigt man etwas Fachwissen und Erfahrung um wirklich saubere Rundgänge zu erstellen. Unsere Empfehlung ist daher immer einen Profi zu beauftragen um ein möglichst ansehnliches Endergebnis zu erhalten. Oder würden Sie z.B. Ihre Hochzeitsfotos selbst mit einer Handykamera machen? Auch bei virtuellen Rundgängen sollte man definitiv nicht sparen! Eine gute Übersicht von virtuellen 3D Rundgängen in Österreich gibt es in einem Virtuellen Branchenverzeichnis namens 3D Branchen

Der Virtuelle 3D Rundgang als Nonplusultra bei 360 Touren: Beispiel Admonter Wohnwelten mit Infopoints

Unterschiede bei den Anbietern von virtuellen (3D) Rundgängen und worauf man achten sollte

  1. Aufgrund der steigenden Nachfrage im Bereich virtuelle Rundgänge, 360 Touren oder Panoramafotografie gibt es natürlich auch so einige Unternehmen, die so etwas anbieten. Aber hier ist Vorsicht geboten! Dabei möchten wir auf ein paar Erfahrungen eingehen die uns in der Branche bereits untergekommen sind. Im Anschluss geben wir Tipps worauf man unbedingt achten sollte, um nicht doppelt zu zahlen. 

Der Klassiker: Billige Preise = billige Produkte. Leider ist das bei vielen immer noch so dass man sich viele verschiedene Angebote einholt und sich letztendlich aus Zeit- und Geldmangel einfach fürs Günstigste entscheidet. Uns ist bewusst, dass jede Firma ein gewisses Budget hat dass man für derartige Marketingzwecke ausgeben kann. Nicht immer sollte man sich aber für den billigsten Anbieter entscheiden. Warum? Wir hatten bereits Kunden die sich für eine günstige Variante entschieden haben und sich dann einige Zeit später wieder bei uns gemeldet haben. Ähnlich wie bei der Erstellung einer neuen Firmenwebsite ist der kostengünstigste Anbieter nicht immer der Beste. 

Das erhält man bei Billig-Anbietern von 360 Touren bzw. Virtuellen / 360 Rundgängen:

    • Oft bekommt man ab € 199 3-5 Einzelpanorama Bilder von Geschäftsräumlichkeiten von über 100 – 200 Quadratmeter
    • Man zahlt für jedes weitere Bild extra
    • Es wird kein vollständiger Rundgang geliefert, sondern lediglich zusammengefügte Einzelpanoramas, die teilweise schlecht verarbeitet und mit veralteter Software bearbeitet wurden. 
    • Die Website Integration ist umständlich und es gibt keine Möglichkeit zum Hinzufügen von Infopoints
    • Kein 3D-Modell mit Tiefendaten eines Raumes und somit auch keine 3D Rohdateien oder Grundrisspläne zur weiteren Bearbeitung für Architekten, technische Zeichner oder Immobilienfirmen
    • Kein Support, außer man bezahlt dafür. Meistens erfolgt eine Stundenabrechnung

An dieser Stelle geht es uns primär darum Unternehmen aufzuklären über die einzigartigen Möglichkeiten der Digitalisierung & Virtualisierung. Es gibt leider immer noch ein paar schwarze Schafe die anderen Firmen virtuelle (3D) Rundgänge verkaufen, die im Endeffekt überhaupt nichts mit vollständig begehbaren Räumlichkeiten zu tun haben. Daher möchten wir jedem Interessierten Tipps mitgeben worauf man achten sollte wenn man sich Angebote für Virtuelle 360 Grad / 3D Services einholt:

  1. Inhalte des Angebots: Handelt es sich nur um einzelne Panoramabilder? Wie viele Aufnahmen bzw. einzelne Scanpunkte bekommen Sie? Bekommen Sie ein vollständiges 3D-Modell? Wie sieht es mit Hosting-Gebühren aus? Ist die Google Street View Veröffentlichung inkludiert? 
  2. Support: Was ist wenn Sie Änderungswünsche haben oder Nachbearbeitungen benötigen? Fragen Sie unbedingt auch danach sonst stehen Sie am Ende hilflos da!
  3. Preis: Wenn selbst Ihnen das Angebot zu günstig vorkommt im Gegensatz zu einem Konkurrenten, unbedingt nachhaken! Was ist wenn Sie weitere Aufnahmen vor Ort möchten? Gibt es eine Anfahrtspauschale? Wird alles extra verrechnet oder gibt es ein Komplettpaket? Wird nach einzelnen Scanpunkten abgerechnet oder nach Quadratmeter?

Zusammenfassung der Begriffsverwirrung und Fazit zu virtuellen Rundgängen

Die Begriffe sind also nicht ausschlaggebend, da jeder Anbieter etwas andere Synonyme verwendet. Wesentlich ist, dass Panoramafotos bzw. Kugelpanoramas die Grundlage eines jeden virtuellen Rundgangs bilden – wie auch immer man diese bezeichnen mag: Virtueller 3D / 360 Rundgang, Virtuelle Tour, 360 Tour oder Panoramatour. Unbedingt festzuhalten ist, dass man sich die Angebote ganz genau anschauen sollte und ggfs. nochmals beim Anbieter nachfragen. Oft versteckt sich der Teufel im Detail. Zum Vergleich eine Auflistung mit Services für Virtuelle (3D) Rundgänge die unserer Meinung nach fair sind:

Beispiele von Leistungen des Marktführers in Österreich:

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